Lokale Projektkoordination im Prozess Kirchentwicklung 2030
Das Projekt Kirchenentwicklung 2030 der Erzdiözese Freiburg nimmt konkrete Formen an. Im Rahmen des Zukunftsprozesses beauftragte die Erzdiözese Lokale Projektkoordinator/innen in den künftig 36 Pfarreien, die feste Ansprechpartner für den Prozess sind. Dadurch wird die Kirchenentwicklung in der ganzen Fläche verankert. Die Beauftragung ist ein wichtiger Zwischenschritt, bevor ab Herbst die konkrete Arbeit vor Ort beginnt.
Im Zuge der Kirchenentwicklung werden die heutigen Kirchengemeinden in Konstanz, Allensbach und Reichenau (Pfarrei NEU Konstanz, Heilige Dreifaltigkeit) sowie die Seelsorgeeinheiten See-End, Radolfzell, Höri, Stockach, Krebsbachtal, Hohenfels bis 2025/26 zu einer einzigen Pfarrei zusammengefasst, die auch Kirchengemeinde ist. Für diese wurden als Lokale Projektkoordinator/innen Ehrenamtskoordinatorin Vanessa Esper, Pfarrer Thomas Mitzkus (Petershausen), Regina Münch (Bodanrückgemeinden) und Dekanatsreferent Ralph Haas für den südlichen Teil sowie Pfarrer Heinz Vogel und Pastoralreferent Clemens Trefs beide Radolfzell für den nördlichen Teil beauftragt. Aufgabe der Lokalen Projektkoordinator/innen ist es, die Kirchenentwicklung in den Gebieten der künftigen Pfarreien vorzubereiten und den Zukunftsprozess zu koordinieren. Beauftragt wurden jeweils ein Priester und ein/e pastorale/r Mitarbeiter/in, die aus der Region kommen und sich dort gut auskennen. Sie betonen, dass es Ihnen darauf ankommt, dass möglichst viele an dem Prozess beteiligt werden und dass dieser Prozess nicht in erster Linie ein Struktur-prozess ist, sondern es um die Fragen geht: Wie können wir auch künftig gewährleisten, dass das Evangelium in unserer Gesellschaft präsent ist? Wie erfahren die Menschen, dass die Frohe Botschaft für ihr eigenes Leben relevant ist? Dass dies ein geistlicher Prozess sein muss, steht für sie außer Frage.
Ein erster Startschuss ist die geplante Vollversammlung am 08.02.2022 zu der Vertreter*innen der sogenannten Ursprungsorganisationen wie KiTas, Religionslehrer*innen, Ordensgemeinschaften und Pastoralteams sowie die Pfarrgemeinderätinnen eingeladen sind. Neben einer Info über den Prozess und wie dieser bei uns aussehen könnte, werden Möglichkeiten der Beteiligung aufgezeigt.
Im Anschluss an die Vollversammlung werden die Vertreter*innen die Projektleitung dieses Prozesses bestimmen und diese werden Arbeitsgruppenbeauftragen, die in der Vollversammlung schon mal angedacht wurden.
„Wir sind uns bewusst, dass dieser Prozess möglichst viele braucht, und auch nicht Topdown umgesetzt werden kann. Deshalb setzen wir auf Sie alle oder zumindest möglichst viele, und laden Sie ein diesen Prozess mitzugestalten, innovativ aber auch der Tradition verpflichtet und fest darauf vertrauend, dass der Heilige Geist diesen Prozess mitgeht.“, so die Projektkoordinator*innen in ihrer Einladung.

Zugleich weitet die Erzdiözese Freiburg ihr Informationsangebot über die Kirchenentwicklung 2030 deutlich aus. In diesem Rahmen erhält das Projekt ein neues, eigenes Logo. Das neue Markenbild mit dem Slogan „Katholisch. Kirche. Leben.“ ist optisch an das Logo der Erzdiözese angelehnt und symbolisiert durch den Einsatz vieler Farben die inhaltliche Weite des Katholischen. Es ist nicht begrenzt auf „röm.-katholisch“, sondern die Kirchenentwicklung setzt eine gute Einbettung in die Ökumene und auch weitere Kooperationen voraus.

Begleitend zum Logo gibt es ein Bildmotiv, das den derzeitigen Projektstand spiegelt:
Menschen unterschiedlicher Prägung, Herkunft und unterschiedlichen Alters schnüren sich ihre Schuhe.
Das Motiv betont, dass jetzt Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie Haupt- und Ehrenamtliche in der ganzen Erzdiözese ihre Kräfte bündeln und sich bereitmachen, vor Ort weiter die Zukunft der Kirche zu gestalten. Aktuelle Meldungen und Hintergrundinformationen zum Projekt finden Interessierte auf der überarbeiteten Website www.kirchenentwicklung2030.de.
Mit dem Projekt Kirchenentwicklung 2030 antwortet die Erzdiözese Freiburg auf die demographischen, gesellschaftlichen und technischen Veränderungen, um die Seelsorge und die Glaubensweitergabe auch für die nächste Generation zu sichern. Im Rahmen des Prozesses geht es darum, gemeinsam zu klären, was „gut katholisch“ in der Erzdiözese im Jahr 2030 heißen kann. Durch die Neustrukturierung soll für die planbare Zukunft sichergestellt werden, dass Kirche für die Menschen weiter erfahrbar bleiben kann, dass sie für die Menschen da ist. In einem nächsten großen Schritt werden auf einer Diözesanen Pastoralkonferenz im März 2022 die Grundlinien für die künftige Pastoral diskutiert und anschließend vom Erzbischof in Kraft gesetzt. Und dann geht es an die Umsetzung vor Ort. „Dabei wird es großen Spielraum zur Gestaltung geben, den wir vor Ort ausfüllen müssen und an dem sich hoffentlich viel beteiligen, damit die Verheißung des Psalmbeters wahr wird: Du führst uns hinaus ins Weite“, so Dekanatsreferent Ralph Haas.
